Ein traditioneller Wiener Käsekuchen. Mit nur einem kleinen Trick gelingt er wie aus der Konditorei – weich, luftig und ohne jegliche Pannen

Der klassische Wiener Käsekuchen ist ein absoluter Klassiker – luftig wie eine Wolke, perfekt aufgegangen und mit dem Geschmack von hausgemachtem Gebäck, zu dem man immer wieder gerne zurückkehrt. Wenn du befürchtest, dass der Käsekuchen zusammenfällt, Risse bekommt oder zu schwer wird, sorgt dieses Rezept zusammen mit ein paar einfachen Tricks für ein perfektes Ergebnis.

Der Wiener Käsekuchen ist ein echter Klassiker der Hausbackkunst, der seit Jahren auf Festtagstischen und bei Familientreffen zu finden ist. Sein Markenzeichen ist das Fehlen eines Mürbeteigbodens, eine große Menge an Eiern und eine außergewöhnlich luftige, zarte Käsemasse. Gerade diese Leichtigkeit macht den Wiener Käsekuchen zu einem der elegantesten und zugleich beliebtesten Käsekuchen.

Das Geheimnis eines gelungenen Backergebnisses liegt nicht nur im guten Quark, sondern auch in der Zubereitung der Masse. Die Zutaten sollten Raumtemperatur haben, und die Eier sollten gut verquirlt werden, damit die Masse luftig wird. Sehr wichtig sind auch das Backen und das Abkühlen – damit der Käsekuchen nicht reißt, kann man auf die unterste Schiene des Ofens eine Schale mit heißem Wasser stellen, die im Inneren für mehr Feuchtigkeit sorgt. Nach dem Backen sollte man am besten die Ofentür einen Spalt offen lassen und den Kuchen langsam abkühlen lassen, ohne plötzliche Temperaturschwankungen.

Dieses Gebäck bietet zudem viele geschmackliche Möglichkeiten. Die klassische Version ist ein sicherer Wert, aber die Käsemasse lässt sich mit etwas Vanille, geriebener Zitronen- oder Orangenschale oder sogar einer Handvoll Rosinen verfeinern, wenn Sie eher traditionelle Desserts mögen. Dank solcher Zutaten erhält der Käsekuchen einen neuen Charakter, bleibt aber dennoch seiner zeitlosen, hausgemachten Form treu.

Wodurch unterscheidet sich der Wiener Käsekuchen von anderen Käsekuchen?

  • New Yorker Käsekuchen: Im Vergleich zum Wiener Käsekuchen ist der New Yorker Käsekuchen deutlich fester und cremiger. Er wird aus vollfetter Frischkäse (meist Philadelphia) zubereitet und oft auf einem Boden aus Mürbeteigkeksen serviert. Beim Wiener Käsekuchen ist der Boden nicht immer obligatorisch, und die Konsistenz selbst ist luftiger.
  • Krakauer Käsekuchen: Der Krakauer Käsekuchen ist eine dichtere, festere Variante, der große Mengen an Eiern sowie eine Quarkmasse mit höherem Fettgehalt beigemischt werden. Zudem ist der Krakauer Käsekuchen in der Regel mit einem charakteristischen Gitter aus Mürbeteig bedeckt und zusätzlich mit Zuckerguss überzogen. Der Wiener Käsekuchen ist leichter und weniger intensiv „käseartig“.
  • Kalter Käsekuchen: Der Wiener Käsekuchen unterscheidet sich von kalten Käsekuchen dadurch, dass er gebacken wird (in manchen Varianten allerdings im Wasserbad), während der kalte Käsekuchen auf der Basis von Quark und Gelatine zubereitet wird, ohne Backen. Der Wiener Käsekuchen hat zudem eine komplexere, luftigere Textur.

Unter dem Video findest du eine Galerie mit Käsekuchen in neuem Gewand – 12 moderne Käsekuchenrezepte + Bonus

ZUTATEN

  • 1 kg halbfetter Quark, doppelt oder dreifach gemahlen, kann auch aus dem Becher sein
  • 200 g feiner weißer Backzucker
  • 1 EL Weizenmehl
  • 1 EL Kartoffelmehl
  • 5 Eier
  • 100 g Butter
  • 1 TL Vanilleextrakt oder Vanillezucker
  • Trockenfrüchte (Rosinen, Orangenschale, eventuell Mandeln)
  • Butter und Semmelbrösel zum Ausfetten der Springform

ZUBEREITUNG SCHRITT FÜR SCHRITT

  • Butter mit Zucker und Vanillezucker zu einer hellen, luftigen Masse verrühren. Anschließend unter ständigem Rühren nacheinander die Eigelbe hinzufügen.
  • Füge zu der cremigen Masse den geriebenen Quark, das Grießmehl, das Kartoffelmehl sowie das Vanillearoma oder den Vanilleextrakt hinzu. Wenn du den Geschmack des Käsekuchens verfeinern möchtest, kannst du in diesem Schritt auch geriebene Zitronen- oder Orangenschale sowie Rosinen hinzufügen.
  • Schlage das Eiweiß zu steifem Schnee und hebe es vorsichtig unter die Käsemasse. Tu dies langsam, am besten in mehreren Schritten, damit die Masse leicht und gut durchlüftet bleibt. Dadurch wird der Käsekuchen nach dem Backen luftig und zart.
  • Lege die Form mit Backpapier aus und gib die Käsemasse hinein. Stellen Sie den Kuchen in den auf 170 °C vorgeheizten Backofen. Um das Risiko von Rissen auf der Oberfläche zu verringern, stellen Sie auf die unterste Schiene des Backofens eine Schüssel mit heißem Wasser. Der Dampf sorgt dafür, dass der Käsekuchen in einer feuchteren Umgebung backt, was dazu beiträgt, eine glatte Oberfläche zu erhalten.
  • Backe den Käsekuchen etwa 60 Minuten lang. Nimm ihn nach dem Backen nicht sofort aus dem Ofen – öffne die Ofentür einen Spalt breit und lass den Kuchen langsam abkühlen. Das ist ein einfacher, aber sehr wichtiger Trick, dank dem der Käsekuchen nicht plötzlich zusammenfällt und seine schöne Form behält.
  • Nach dem vollständigen Abkühlen kann der Käsekuchen mit Puderzucker bestäubt oder mit Schokoladenglasur überzogen werden.
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